Grundsteuer

Die Grundsteuer gehört zu den ältesten Formen der direkten Besteuerung. Bereits in der Antike wurde der sichtbarste und greifbarste Teil des Vermögensbesitzes, nämlich das Grundeigentum, mit einer öffentlichen Abgabe belegt. Sie ist nach heute geltendem Recht eine sogenannte „verbundene Grundsteuer", das heißt, Grundstück und die Investitionen auf dem Grundstück (Gebäude u. ä.) werden wertmäßig zusammengefasst und zusammen besteuert. Da die Steuereinnahmen in voller Höhe bei den Gemeinden verbleiben, ist die Grundsteuer ein wichtiger Bestandteil der gemeindlichen Selbstverwaltung.

Wie hoch ist die Grundsteuer?

Die Höhe der Grundsteuer ergibt sich aus zwei unterschiedlichen Faktoren. Dies ist einerseits die Wertermittlung des Grundstückes (und evtl. vorhandener Gebäude) und andererseits der von der Gemeinde festgesetzte Hebesatz. Auch ist zu unterscheiden, ob das Grundstück landwirtschaftlich (z. B. auch als Garten) genutzt wird (Grundsteuer A) oder nicht (Grundsteuer B).

Für die Berechnung der Grundsteuer ist es zunächst erforderlich, dass vom Finanzamt die Wertermittlung vorgenommen wird. Dies geschieht im Rahmen der sogenannten Einheitsbewertung. Als Ergebnis erhält der Grundstückseigentümer einen „Einheitswertbescheid". In diesem Bescheid wird auch der Grundsteuermessbetrag festgestellt, der dann Berechnungsgrundlage für die eigentliche Grundsteuer ist. Der Steuermessbetrag ist ein Tausendsatz des Einheitswertes und beträgt bei Grundstücken mit land- und forstwirtschaftlicher Nutzung 6 v. T. und bei den sonstigen Grundstücken in der Regel 3,5 v. T.

Dieser Steuermessbetrag wird dann mit dem von der Gemeinde festgesetzten Hebesatz multipliziert und daraus ergibt sich die jährliche Grundsteuer. In Neuberg gelten seit 01.01.2017 folgende Hebesätze:

Wie wird die Grundsteuer gezahlt?

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass ihre Grundsteuer in 4 gleichen Raten fällig wird. Die Zahlungstermine sind der 15.02., 15.05., 15.08. und 15.12. eines Jahres.

Sie haben aber auch die Möglichkeit, die Grundsteuer nur einmal jährlich zu zahlen. Dies hat dann zum 01.07. eines Jahres zu erfolgen. Hierzu benötigen wir von Ihnen einen entsprechenden Hinweis zur Umstellung der Zahlungsmodalitäten.

Verhältnismäßig kleinen Steuerbeträge werden auf 2 Raten (15.02. und 15.08.) verteilt bzw. sind in einer Summe am 15.08. fällig.

Eine immer fristgerechte Zahlung der Grundsteuer können Sie sicherstellen, wenn Sie uns eine Einzugsermächtigung erteilen. Das entsprechende Formular zum downloaden finden Sie hier. Da wir hierzu Ihre Originalunterschrift benötigen, ist die Erteilung einer Einzugsermächtigung telefonisch oder per Email nicht möglich. Dies gilt auch für eine Kontoänderung.

Sie haben ein Grundstück verkauft?

Da die Grundsteuer eine Jahressteuer (d.h. sie wird immer für ein ganzes Jahr festgesetzt) ist, wird sie demjenigen zugerechnet, der am 01.01. eines Jahres Eigentümer des Grundstückes ist. Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen innerhalb eines Jahres werden vom Grundsteuerrecht nicht berücksichtigt. Ferner ist zu beachten, dass wir als Gemeinde eine Eigentumsveränderung erst dann vornehmen können, wenn wir vom Finanzamt einen Einheitswertbescheid für den neuen Eigentümer bekommen haben. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben Sie für uns weiterhin Zahlungspflichtiger. Vereinbarungen zum Wechsel der Zahlungsverpflichtung auf den neuen Eigentümer im Kaufvertrag haben für die Frage der Steuerpflicht zur Grundsteuer keine Bedeutung!

Um die Zeit bis zur Ausstellung eines neuen Einheitswertbescheides durch das Finanzamt zu überbrücken, bieten wir Ihnen an, die Grundsteuer auf den neuen Eigentümer zu übertragen, wenn dieser sich schriftlich mit dieser Verfahrensweise einverstanden erklärt. Die Einverständniserklärung können Sie hier downloaden und dem neuen Eigentümer weitergeben. Sobald uns die unterschriebene Einverständniserklärung vorliegt, werden wir die Eigentumsänderung vornehmen.

Sie haben ein Grundstück gekauft, ersteigert oder geerbt?

Die Steuerpflicht zur Grundsteuer wird immer am 01.01. eines Jahres festgestellt. Wer zu diesem Zeitpunkt Eigentümer eines Grundstückes ist, hat für das gesamte Jahr die Grundsteuer zu zahlen. Eigentumsänderungen innerhalb eines Jahres werden vom Grundsteuerrecht grundsätzlich nicht berücksichtigt.

Da insbesondere bei Kaufverträgen grundsätzlich vereinbart wurde, dass sämtliche Lasten mit dem Tag der Übergabe des Grundstücks vom neuen Eigentümer gezahlt werden müssen, bedeutet dies in der Praxis, dass der alte Eigentümer, der weiterhin Zahlungspflichtiger für die Grundsteuer ist, Ihnen gegenüber einen privatrechtlichen Erstattungsanspruch für die gezahlten Steuern hat. Um dieses umständliche Verfahren etwas zu vereinfachen, bieten wir Ihnen an, die Grundsteuer ab dem Tag der Übergabe (bzw. dem nächsten Monatsersten) auf Sie zu übertragen. Hierfür benötigen wir allerdings von Ihnen eine entsprechende schriftliche Einverständniserklärung, die Sie hier downloaden können. Auch in allen anderen Fällen eines Eigentumswechsels können Sie mit dieser Einverständniserklärung eine Änderung der Grundsteuer im laufenden Jahr vornehmen.

Sie haben in diesem Jahr keinen Steuerbescheid erhalten?

Aus Kostengründen stellen wir nicht jedes Jahr einen neuen Grundsteuerbescheid aus. Dies geschieht nur dann, wenn bei Ihnen irgendwelche Veränderungen eingetreten sind. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihnen der aktuelle Steuerbescheid vorliegt, rufen Sie uns einfach an.

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