KRANICHE im MKK: Verteilung der Hilfsgüter ein voller Erfolg

Fünf Tage war der Hilfstransport unterwegs von Neuberg bis nach Teplodar - ‚ÄöStadt der Wärme‚Äô ‚Äì wohl in Anlehnung an den eigentlichen Zweck des Bau‚Äôs der Stadt, nämlich die Unterkunft der Arbeiter, Techniker, Ingenieure usw. samt Familien, die in der Nachbarschaft ein Atomkraftwerk aufbauen und betreiben sollten.

Neuberg, 01.12.2004

Teplodar liegt unweit des Schwarzen Meers, im Großraum Odessa, des während der Sowjetzeit wichtigsten Hafens am Schwarzen Meer ‚Äì heute allerdings wirtschaftlich fast zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Noch viel weniger hat die ‚ÄöStadt der Wärme‚Äô, Teplodar, eine Lebensgrundlage. Sie steht einsam in der Landschaft. Ihre Wirtschaftsgrundlage, das Atomkraftwerk, wurde nach Protesten nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 nie gebaut. Die Bewohner sind keine Ingenieure, Techniker und Arbeiter in Lohn und Brot, sondern aus dem Raum Tschernobyl umgesiedelte Strahlengeschädigte ohne Lebensgrundlage am Ort. Und Odessa ist ca. eine Stunde Fahrzeit entfernt und bietet auch kaum Arbeitsmöglichkeiten. Dem entsprechend ist die Situation vor Ort. Und das war der Grund, warum wir Teplodar, zusammen mit dem Hilfsverein ‚ÄöUnterstützung für Osteuropa, UFO‚Äô, im Odenwald, als Ziel für diesen Hilfstransport ausgesucht haben.

Am 22. 9. 04 kam der Transport an seinem Ziel an, wurde, wie üblich, vom Zoll in Empfang genommen und erst einmal in ein Zolllager abgeladen. Erstaunlich schnell für dortige Verhältnisse wurde die Ladung bereits 3 Wochen später freigegeben (die Regel ist in der Ukraine normalerweise eher 3 Monate) und konnte auf diese Weise zügig durch die Sozialstation von Teplodar unter der Leitung von Frau Nadeschda Karpenko zur Verteilung gebracht werden - keine einfache Arbeit bei ca. 650 Kartons mit Kleidung, Wäsche, Bettzeug, Schuhe, Spielzeug usw., ca. 16 Krankenhaus-Pflegebetten einschließlich passender Nachttische, Matratzen, 40 Stühle, 62 Paar Gehstöcke, ca. 40 Rollstühle und Gehhilfen uva. mehr. Selbst eine 3-flügelige Schultafel war mit von der Partie.
Die Verteilung kam wirklich Bedürftigen in der Stadt Teplodar zu Gute, dem Krankenhaus, dem Waisenhaus, dem Behindertenheim, den Senioren, der Kulturgruppe und vielen Einzelpersonen, die z.B. in einer eigens eingerichteten Kleiderkammer für sie Passendes aussuchen konnten und auch weiterhin können, denn es sind noch Reserven für einige Zeit von dem Transport geblieben, zwischengelagert in Räumen der Sozialstation, die nach und nach an Bedürftige ausgegeben werden..
Die ganze Verteilung wurde bestens dokumentiert und mit Fotografien festgehalten, sodass jeder Spender und jede Spenderin sicher sein kann, dass hier wirklich die Bedürftigen die Empfänger sind und nicht irgendwelche obskuren Händler oder sonstige Kanäle der Schattenwirtschaft.
Mit bewegenden Worten dankte Bürgermeister Peschersky sowie Vertreter von Institutionen und Vereinen den Vertretern der KRANICHE, die am 26.10.04 im Rathaus empfangen wurden, für die große Hilfe, die dieser Hilfstransport für die Stadt Teplodar darstellt. Man konnte sich dort wirklich nicht vorstellen, dass eine solche Hilfe, ein solcher Schatz, wie aus dem Nichts oder wie andere es ausdrückten ‚Äöwie aus dem Himmel‚Äô plötzlich in Teplodar auftauchen könnte. Die tief empfundene Dankbarkeit und Freude bei den Menschen dort für die Hilfe machen Mut und geben Kraft, weiterzumachen und die großen Mühen, die die Vorbereitung und Durchfüh-rung eines solchen Hilfstransports, für die wenigen Helfer, die wir sind, mit sich bringt, wieder mit neuem Schwung anzugehen und auch geneigte Menschen zu bitten, dieses Vorhaben, natür-lich auch mit Geld, zu unterstützen, denn allein der LKW-Transport liegt bei fast 3000 ‚Ǩ.


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Unsere e-mail-Adresse: Kranicheimmkkev@web.de
Unsere Internetseite: www.Kraniche-im-mkk.de

Die KRANICHE im MKK e.V.
Verein für Völkerverständigung und Humanitäre Hilfe

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