Neuberg und Erlensee besiegeln die Zusammenarbeit bei Abwasserentsorgung - Auch Bruchköbel beteiligt

Mit der Unterschrift unter den "Aufgabenübertragungsvertrag" haben Neubergs Bürgermeisterin Iris Schröder und ihr Erlenseeer Amtskollege Stefan Erb die Beschlüsse ihrer jeweiligen Gemeindevertretungen für die Reinigung des Neuberger Schmutzwassers in der Nachbargemeinde nun formal besiegelt.

Neuberg, 24.10.2006

Gemeinsam mit den beiden Ersten Beigeordneten Norbert Geiger und Heinz-Dieter Winter wurde im Erlenseer Rathaus die Zusammenarbeit für die kommenden Jahre zum Nutzen beider Gemeinden vereinbart. Noch in diesem Jahr wird der erste Spatenstich für die 4,9 Kilometer lange Druckleitung erfolgen. Spätestens Anfang 2008 muss das Schmutzwasser von Neuberg in die Erlenseer Kläranlage fließen, weil dann die Einleitegenehmigungen für die beiden in die Jahre gekommenen Neuberger Anlagen auslaufen.

„Wir haben über viele Jahre die unterschiedlichsten Alternativen geprüft", so Bürgermeisterin Iris Schröder, „bevor die Gemeindevertreter einstimmig die sinnvollste Lösung - Anschluss an Erlensee - beschlossen haben". Dass dies der richtige Weg sei, zeige auch die Tatsache, dass das federführende Umweltministerium nach umfangreichen Prüfungen durch die Wasserbehörden die Maßnahme in die entsprechenden Förderprogramme des Landes Hessen aufgenommen haben. Zwischenzeitlich liegt bereits ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 930.000 € für Neuberg vor. Weitere Fördergelder sind avisiert.

Der Anschluss an Erlensee ist mit geplanten Investitionskosten von ca. 3,6 Mio € günstiger als ein Neubau in Neuberg-Ravolzhausen mit Anschluss von Rüdigheim, der ca. 3,8 Mio € kosten würde. Vor allem aber bei den Folgekosten, den Betriebskosten, wird es in beiden Kommunen erhebliche Einsparungen geben.

„Mit Gebühren dürfen wir keine Gewinne erwirtschaften" sagte Erlensees Bürgermeister Stefan Erb und wies die von einigen Bürgern vorgebrachten Bedenken, Erlensee wolle sich „goldene Türklinken" verdienen, zurück. „In einem Gebührenhaushalt müssen Ausgaben und Einnahmen offen gelegt werden, und Neuberg kalkuliert seine Gebühren auch zukünftig selbst", so Erb weiter.

Als nächster Schritt stehen nun die Verhandlungen mit der Stadt Bruchköbel an, die deutlich gemacht hat, dass sie wie bisher auch zukünftig die Abwässer von Butterstadt über Neuberg reinigen lassen will und nicht den Anschluss über die eigenen Kanäle nach Hanau sucht.

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