Hilfe für Menschen - Die KRANICHE im Main-Kinzig-Kreis ziehen Bilanz

Im Rahmen eines Besuches einer sechsköpfigen Delegation der Kraniche in Odessa und Teplodar im Herbst 2003 hat die Vorsitzende Irmgard Lebküchner die bisherige Tätigkeit der gemeinnützigen Organisation bilanziert. Lesen Sie hier einen Auszug aus ihrer bemerkenswerten Rede:

Neuberg, 03.03.2004

....Wenn Du einen Stein ins Wasser wirfst, so entstehen viele Kreise, ein großer Kreis - und viele, viele kleine Kreise. Und so hat sich die Geschichte unserer Beziehungen entwickelt. Und anläßlich des jetzt bereits 6-jährigen Bestehens des Vereins ‚ÄùDie Kraniche im MKK‚Äù ist es notwendig hier einmal Bilanz zu ziehen.

Zunächst gab es eine Begegnung mit Menschen, die die Tschernobylkatastrophe überlebt hatten, dann die Einladung durch den Vorsitzenden nach Yusny, die Einladung nach Odessa, die vielen Begegnungen hier und bei uns. Nach meinem ersten Besuch hier in Odessa war ich in der Lage und motiviert andere Frauen -zunächst waren es fünf Frauen und ein blinder Mann - zu überzeugen, dass Hilfe für die Tschernobyl unbedingt notwendig ist. Die fünf Frauen und der eine Mann halfen mir den Verein zu gründen, was kein leichtes Unterfangen war.

Seither hat sich Vieles getan. Insgesamt haben 22 Erwachsene von Odessa, Teplodar, hier den Main-Kinzig-Kreis besucht. wobei die Doppelbesuche mitgezählt sind, und 81 Kinder haben Ferien bei uns verbracht. Von den Erwachsenen haben siebzehn in unserem Haus gewohnt, war Gast in unserem Haus. Einer Feriengruppe konnte ich, mit Unterstützung v. Herrn Schadt und der Lufthansa, einen Freiflug von Odessa nach Frankfurt und zurück und den Aufenthalt in Familien ermöglichen. Die Kinder und Ihre Betreuer kamen aus Odessa, Teplodar, Iljitschowsk, Belgorod-Dnestrowsk und der Region Odessa. Aus diesen Treffen haben sich weitere Begegnungen entwickelt. So konnte ich eine Familie finden, die bereit war den Sohn von Herrn Fedoseev ein Semester lang in der Familie wohnen zu lassen. Er konnte die Gesamtschule in Bruchköbel besuchen.

Das Ferienkind vom ersten Transport, der Familie Scheler hat Igor wurde wiederholt eingeladen und der Junge wird wahrscheinlich, so wie die eigenen Kinder dieser Familie eine Universität bei uns besuchen und studieren, wobei die Familie bereit ist die Kosten für Wohnung und Aufenthalt zu bezahlen. (Wobei ich anmerken muss, dass das nicht viele können). Den Geschwister Koljawko deren Mutter gerade gestorben war haben wir den Flug mit der Lufthansa bezahlt und sie konnten drei Monate lang in einer kinderlosen Familie wohnen und die Lamboyschule in Hanau besuchen. Das Deutsche Rote Kreuz Hanau hat durch Mitglieder unseres Vereins, die ebenfalls Mitglieder des Roten Kreuz sind, Kontakte mit dem Roten Kreuz in Odessa aufgenommen. Eine Künstlergruppe aus Odessa konnte hierdurch in Hanau im Schloss Philippsruhe eine Ausstellung ihrer Gemälde, die auch verkauft wurden, machen können. Ein Behindertenheim und die evangelisch-lutherische Kirche haben beim letzten Transport nach Odessa an unserer Hilfslieferung partizipiert, ebenso bedürftige Tschernobylopfer von Odessa. Es gibt eine Reihe Kontakte mit den ehemaligen Gastfamilien, die durch unsere Aktivitäten entstanden sind und auch gepflegt werden. Abgesehen davon haben wir wiederholt außer den beiden Bussen, die wir Sojus ‚Äì den einen kostenlos, den anderen zu weniger als 1/3 des Wertes, geliefert haben ‚Äì einer davon gespendet von der Fa. Bilfinger und Berger - eine Reihe Sachleistungen, auch medizinisch-technische Geräte, u.a. einen Computer-Tomograph, Sojus Tschernobyl in Odessa zur Weiterleitung an Krankenhaus Nr. 12 sowie an Bedürftige, zukommen lassen.

Die kleinen Hilfstransporte mitgerechnet, haben wir 7 Hilfstransporte in die Ukraine geschickt, davon einen nach Czernowitz. Mehr als 20.000,-- DM hat unser Verein bisher an Bargeld an Sojus Tschernobyl und die durch diesen Verein vermittelten, bedürftigen Kinder gegeben. Das ist für so einen kleinen Verein wie die ‚ÄùKraniche im MKK‚Äù, da auch bei uns das Geld hart erarbeitet werden muss und die Arbeitslosigkeit bei ca.10% liegt, eine große Leistung.(Und es viele Hilfsprojekte und Hilfsvereine bei uns gibt). Die erste Aufgabe, um das zu bewältigen, ist die Geldbeschaffung, da wir keine öffentlichen Mittel erhalten. Um zu Geld zu kommen werden mit viel Phantasie verschiedene Aktionen gestartet um das alles zu schaffen:Die Honorare für meine Vorträge lasse ich dem Verein zukommen, Informationsstände, bei denen um Spenden gebeten wird - letztes Jahr eine Verlosung bei der gespendete Sachen verlost wurden, Verkauf von Getränken bei Festen usw. Wenn die Spendengelder ausbleiben, bleiben auch die Ferienaufenthalte aus und die Hilfslieferungen in die Ukraine können nicht durchgeführt werden. Zu diesen Schwierigkeiten, die materieller Natur sind kommen noch weitere dazu. Viele zwischen hier und bei uns entstehen entstehen schon durch Sprachschwierigkeiten. Andere durch Phlegmatismus. Die Arbeit bei uns ist auch nicht konfliktfrei. Wie überall, gibt es da auch die allgemeinen menschlichen Schwächen, wie Mißgunst, Neid usw., die das Leben und die Arbeit erschweren.

Es gibt nicht viele Menschen, die kontinuierlich Freizeit und ihr Geld zur Verfügung stellen, um uns zu helfen. Bei den Transporten kommen die Schwierigkeiten an den Grenzen hinzu. Trotz all dem haben wir es auch diesmal geschafft, eine Gruppe gleichgesinnter im Sinne der humanitären Hilfe, zusammenzubringen, die Sie, Ihre Stadt, Ihr Leben hier kennenlernen wollen. Wir kommen nicht mit leeren Händen und übergeben mehr als 2.000,-- Euro an die Familien der Patenschaftskinder, damit Geld für Arzneien und Gesundheitsfürsorge, besonders für die Kinder und Jugendliche, vorhanden ist ...

Weitere Informationen zu den KRANICHEN finden Sie unter www.kraniche-im-mkk.de

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